Protest gegen RWE-Aktien

Am 5. Mai protestierten Klima-Aktivist*innen gegen die städtischen Beteiligungen Dortmunds am Energiekonzern RWE. Erst kürzlich hatte Bürgermeister Sierau den Zukauf weiterer Aktien zur Diskussion gestellt.

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Umwelt & Wirtschaft

Um ihren Unmut über das Festhalten der Dortmunder Politik an der bisherigen Investitionspolitik zum Ausdruck zu bringen, versammeln sich Mitglieder von Umweltaktivist*innen am Freitagabend ab 21 Uhr an der Katharinentreppe mit großen, leuchtenden Buchstaben und fordern „RAUS AUS RWE“. Für sie kommt nur ein Verkauf und kein weiterer Zukauf von RWE-Aktien in Frage. Sie fordern die Stadt daher auf, ihre RWE-Aktien zu verkaufen und kommunale Investitionen mit nachhaltigen Kriterien zu tätigen.

Andernfalls tappt Dortmund in die Falle der Kohlenstoffblase, die für die Spekulationsblase durch massive Investitionen in fossile Energieträger steht. Bereits zum zweiten Mal in Folge hat RWE keine Dividende an seine Aktionäre ausgeschüttet. Der sowieso bereits angespannte Haushalt von DSW21 muss damit 2017 einen zusätzlichen Verlust von 7 Millionen Euro hinnehmen. „Wir können nicht verstehen, warum die „Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21)“ noch immer an 23,6 Millionen RWE-Aktien festhält. Die Stadt Dortmund stützt damit einen Kohlekonzern, der die Energiewende ausbremst, unsere Luft verschmutzt und unsere Landschaft zerstört“, so Johann Döllscher von Greenpeace Dortmund.

RWE ist mittlerweile ein reiner Atom- und Kohlestromerzeuger. Andere Kommunen in NRW haben sich bereits für den Verkauf ihrer RWE-Aktien entschieden, darunter Münster, Bochum, Düsseldorf und der Landkreis Osnabrück.

 

Auftaktveranstaltung zur Globalen Divestment Mobilisierung

Vom 5. bis 13. Mai 2017 werden weltweit Tausende Menschen aktiv, um Städte, Universitäten, Kirchen, Versorgungswerke, Banken, Museen und andere Institutionen aufzufordern, ihre finanziellen Verbindungen zu Konzernen, die den Klimawandel maßgeblich verursachen, zu brechen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die RWE-Aktien wird die Divestment-Bewegung mit dieser Aktion auch in Dortmund aktiv. Divestment ist eine wirksame Maßnahme, denn es stigmatisiert die Kohle-, Öl- und Gasindustrie, prangert deren Verantwortung für das Fortschreiten des Klimawandels an und schwächt ihre politische Macht. In Deutschland werden mehr als 25 lokale Divestment-Gruppen ihre Städte, Universitäten, Kirchen und Banken auffordern, Investitionen, die das Klima zerstören zu stoppen.

 

Achtung Redaktionen: Für Rückfragen erreichen Sie Salome Zimmermann unter Tel. 0176 55359749. Weitere Informationen unter http://gofossilfree.org/de/ und https://de.globaldivestmentmobilisation.org/.

Pressetexte

  • PDF icon PE_Raus aus RWEPE_RAUS AUS RWE |160.46 KBPresseerklärung zur Protestaktion "RAUS AUS RWE"